Den Gärtnern
Ich zog eine Winde am Zaune
und was sich nicht wollte winden,
begann ich aufzubinden.
Und dachte, für mein Mühen
sollte es nun fröhlich blühen.
Doch bald hab ich gefunden,
dass ich umsonst gebunden,
dass ich umsonst mich mühte;
nicht was ich angebunden, war
was am schönsten blühte
sondern, was ich ließ ranken
nach seinen Gedanken.
-Friedrich Rückert-
Hallo meine Lieben und Besten,
eigentlich wollte ich wieder einmal einen Indoorpost machen.
Die Farbexplosion in meinem Garten war jedoch unbeschreiblich gigantisch....
da kam alles anders.
Ich verschwende heute auch nicht viele Worte.
Heute sprechen die Bilder für sich.
Ich war auch einfach hingerissen von diesem frischen, nebligen Morgen,
der meinen Garten in ein milchiges Licht hüllte und von der Luft die nach Laub roch.
Ganz still war es und ich hörte die Blätter unter den Füßen rascheln und die Tautropfen, welche auf das darunter liegende Blatt fielen.
Die Sonne kam höher und höher und ließ meinen
Tulpenbaum erstrahlen, wie einen Goldschatz in meinem Garten.
Es ist ein phänomenaler Abschied,
der mit vielen goldgelben und erdigen Eindrücken,
einer tiefen Ruhe und einem klaren Duft die Zeit des Rückzuges einläutet.
Jetzt kommt sie, die Zeit für warmen Tee, den man an einer Ecke am Kamin genießt.
Die Füße in eine Decke gekuschelt, ein gutes Buch oder eine Zeitschrift auf den Knien.
Der leuchtende Ausklang ist nicht aufzuhalten.
Es ist November und in vier Wochen zünden wir die erste Kerze an.
Ihr Lieben, das war es für heute.
Etwas wehmütig, den warmen Tagen hinterher schauend.
Schön, dass ihr mich besucht habt.
Lasst euch drücken und herzen
eure